html> Bäume pflanzen in Göttingen | Aktionen

Bisherige Pflanzaktionen

Auf dieser Seite sehen sie eine kleine Auswahl von Pflanzaktionen, die wir seit 2010 regelmäßig veranstalten.

Am 5. November durften wir unsere 15. Pflanzaktion durchführen. Am Wendebach zwischen Reinhausen und Bettenrode konnten wir zwei freie Flächen direkt am Bachlauf mit 200 Stieleichen bepflanzen. Es mussten aus Sicherheitsgründen einige Bäume im Frühjahr gefällt werden.

Trotz Dauerregens kamen fast 30 sehr motivierte und gut gelaunte Teilnehmer, davon 17 Kinder und Jugendliche, worüber wir uns besonders gefreut haben. Nach getaner Arbeit in frischer Luft konnten wir den Schutz und das Lagerfeuer in einer nahe gelegenen Steinzeithöhle genießen, wie unsere Vorfahren es schon vor mindestens 3.500 Jahren getan haben.

Das war erstaunlich warm und wir fühlten uns unseren Vorfahren sehr nahe und verbunden. Das RUZ Reinhausen/ Waldpädagogikzentrum Göttingen hatte die Flächen mit Hilfe einer Schülergruppe sehr gut vorbereitet und auch den notwendigen Einzelschutz der jungen Eichen durchgeführt, sodass wir alle früh ins warme Zuhause konnten und uns an diese besondere Pflanzaktion erinnern werden.

Im Oktober 2016 wurden 50 Eiben in Eddigehausen bei Bovenden nahe der historischen Plesse-Burg gepflanzt. Der dort bestehende Eibenwald gehört zu den größten und bedeutendsten in ganz Deutschland. Aufgrund der Giftigkeit der Nadeln und roten Beeren wurden die frei wachsenden Eiben in den letzten Jahrhunderten weitgehend gerodet, denn viele Tiere kamen nach dem Verzehr der Früchte oder Nadeln zu Tode.

Die Eibe gehört zu den wenigen einheimischen Nadelbäumen in Südniedersachsen. So gab es mehrere gute Gründe, diese Baumart zu pflanzen unter fachkundiger Anleitung. Die sehr langsam wachsenden Jungbäume wurden mit Stahlmatten aufwändig als Einzelschutz gepflanzt. Bei Familie Hoffmann- Busch gab es zur Belohnung Pizza und Stockbrot und die Sonne verwöhnte alle fleißigen Helfer- eine gut gelungene 13. Pflanz-Aktion für Alle !

Im April 2016 wurden 1.000 Weißtannen gepflanzt mit über 30 beherzt und engagiert pflanzenden Teilnehmern, darunter viele Kinder und Jugendliche. Die Weißtanne wurde gewählt, da sie im Bestand zu den gefährdeten Baum-Arten in Deutschland gehört. Da noch einige Altbäume auf der Fläche Schatten spenden, ist sie im Reinhäuser Forst besonders geeignet. Die Jungbäume wachsen auch bei wenig Lichteinfall gut an.

Fachlich sehr gut vorbereitet und begleitet wurde diese Aktion durch das RUZ Reinhausen/ Waldpädagogikzentrum Göttingen. Finanziert wurde diese Aktion durch eine Spende der Göttinger Werbegemeinschaft pro city GmbH, die durch eine 1.000,-€ Spende bei Abgabe von 20.000 Stoffbeuteln an der Universität und den teilnehmenden Innenstadt Geschäften gesammelt werden konnten. So werden künftig viele Plastiktüten eingespart und 1.000 Bäume dämpfen den Klimawandel und erhöhen die Artenvielfalt und damit Stabilität in unseren Wäldern- ein perfekter Mix.

Die erste Baumpflanz-Aktion im Stadtgebiet Göttingen fand unter fachlicher Leitung des Stadtforstamtes, Herrn Levin, gemeinsam mit der Realgemeinde Roringen im Nov. 2015 statt. Etwa 50 motivierte Kinder, einige mit ihrer Familie und Studenten kamen zur 11. Pflanz-Party unserer Göttinger Baumpflanz-Gruppe. Bei strahlendem Sonnenschein durften wir auf einer verdichteten Waldfläche 320 Tannen pflanzen. Pflanzlöcher mussten mit der Spitzhacke vorbereitet werden- das war harte Arbeit! Ausgewählt wurde diese Fläche vom Forstamt Münden, da durch Windwurf und Käferfraß große Lücken im Wald klafften seit der Sturm Kyrill in Deutschland große Schäden im Wald anrichtete

Da hier keine Bäume von selbst gewachsen sind, wurde die Tanne als Wegbereiter für einen künftigen und natürlichen Mischwald gewählt. Die Jungbäume wechseln binnen 7 Jahren einmal komplett ihr Nadelkleid , sodass die Nadeln den Boden lockern und düngen. Durch die fleißige Arbeit der Vögel werden sich dann eine Vielzahl von verschiedenen Baumarten dort ansiedeln und wachsen können, während die Tannen über 10 Jahre als Weihnachtsbäume gefällt werden.

Eine ungewöhnliche und kluge Art der Waldentwicklung, wenn der Boden keinen natürlichen Bewuchs ermöglicht. Auch hier haben wir gerne sinnvolle Pionierarbeit geleistet. 30 Eiben mit Einzelschutz gegen Wildverbiss wurden in aufwändiger Arbeit auf einer Waldrandfläche gepflanzt. Als Danke schön wurde von der Realgemeinde gegrillt und Stockbrot am Lagerfeuer ließen diesen Sonntag zu einem gelungenen Familienausflug werden.

Oberode bei Hann. Münden war sogar zwei Mal Schauplatz unserer Baumpflanz-Aktionen in 2014 und 2015. Ausgewählt wurde diese Fläche vom Forstamt Münden, da durch Windwurf und Käferfraß große Lücken im Wald klafften seit der Sturm Kyrill in Deutschland große Schäden im Wald anrichtete

Eine Hochmoor ähnliche Fläche mit tiefen Pfützen war eine besondere Herausforderung für die 35 Teilnehmer. Genau diese Staunässe war der Grund, weshalb Stieleichen als geeignete Baumart zur Pflanzung ausgewählt wurde. Viele dieser Eichen werden erst in voller Pracht stehen, wenn die nächste Menschengeneration diese prächtigen Bäume bewundern wird.

So konnten wir lernen, dass Vieles, was wir tun, über unser Erleben hinaus ragt und weiter wachsen wird- ein großer Lebens-Kreislauf. 2.000 Jungbäume konnten wir mit vielen fleißigen Kinderhände und Begleitung einiger Erwachsener pflanzen- ein toller Erfolg!